Zukunft der Tagebauregion
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Zukunft der Tagebauregion

In der Tagebauregion Garzweiler II bilden die Kommunen Erkelenz (Kreis Heinsberg), Titz (Kreis Düren), Jüchen (Rhein-Kreis Neuss) sowie die kreisfreie Stadt Mönchengladbach einen interkommunalen und informellen Planungsverband. Die Braunkohlenförderung und die angestrebte Energiewende stellen den Raum vor große Aufgaben und Herausforderungen für die Zukunft. Diese werden in absehbarer Zeit erhebliche Auswirkungen auf die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen der Kommunen des informellen Planungsverbandes haben. Die Entwicklung des Raums soll nicht durch einen Strukturbruch erlebt werden, sondern durch die Bündelung aller räumlichen und wirtschaftlichen Potenziale frühzeitig und gemeinsam, im Sinne eines präventiven Strukturwandels gestaltet werden. Der informelle Planungsverband beabsichtigt daher eine Raumentwicklungsperspektive in Form eines Masterplans zu erarbeiten.

 

Dabei sind unterschiedliche Entscheidungs- und Planungsebenen zu berücksichtigen, von der Landes– über die Regionalplanung bis hin zu den kommunalen Planungsaufgaben. Beispielsweise werden mit dem Landesentwicklungsplan NRW, als fachübergreifende Konzeption für die räumliche Entwicklung Nordrhein Westfalens sowie den Regionalplänen  raumstrukturelle Zielsetzungen, u.a. die Bereitstellung von Flächen für Wohnsiedlungs- und Freizeitnutzungen aber auch für Gewerbe, Industrie und Handel festgelegt. Die Stadt Erkelenz bemüht sich deshalb, im Verbund mit den anderen Tagebauanrainern Mönchengladbach, Jüchen und Titz u.a. auf diesen Ebenen Einfluss zu nehmen, um nicht in der Zeit nach dem Tagebau vor planerischen Tatsachen zu stehen, welche den Zielen und einer positiven Entwicklung der Stadt und der Region entgegenstehen.

 

Darüber hinaus sind die Gestaltung und Nutzung des Restsees und seiner Ränder, aber auch die Übergangszeit bis zur vollständigen Befüllung des Sees Aufgaben, welche einerseits mit den genannten Planungsebenen „zusammenpassen“ müssen und andererseits selbst eine lange Vorlauf- und Abstimmungsphase benötigen. Nur unter Berücksichtigung dieser formalen Bedingungen wird man ein Ergebnis erreichen, welches eine möglichst breite Akzeptanz unter allen Interessengruppen erfährt und im Sinne einer fortschreibbaren Planung sich den Anforderungen der kommenden Dekaden anpassen kann.

 

Zukunft Tagebauregion

(Quelle: RWE Power AG)