Fahrradfreundliche Stadt Erkelenz - ein Portrait
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Fahrradfreundliche Stadt Erkelenz - ein Portrait

Mit der Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP) für Erkelenz im Jahr 2008 steht die Erkenntnis, dass dem Rad- und Fußverkehr eine besondere Aufmerksamkeit entgegengebracht werden soll, da diese Nahmobilität nicht zuletzt auch Teil einer besonderen Lebensqualität in der Stadt ist. Die Stadt Erkelenz hat in den letzten Jahren die Förderung des Radverkehrs intensiviert. Seitdem konnten bereits viele im VEP vorgeschlagene Maßnahmen und weitere, die aus der damals entstandenen "AG Fahrradfreundliche Stadt" heraus formuliert wurden, umgesetzt werden.

 

Örtliche Handlungsschwerpunkte

In Erkelenz gibt es viele Maßnahmen, mit deren Umsetzung das Fahrradfahren und zu Fuß gehen attraktiver geworden ist und die gleichzeitig zur Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer beitragen.

  • Öffnung von allen Einbahnstraßen für den Radverkehr in der Innenstadt
  •  Aufhebung der Benutzungspflicht (Schulring, Wohngebiet Nord, Ostpromenade, Wilhelmstraße)
  • Ausbau des Fußgänger- und Fahrradweges an der Aachener Straße (2010)
  • Neubau der Kreisverkehre Aachener Straße/Gewerbestraße Süd (2010) und Nordpromenade/Brückstraße (2013)
  • Fahrradabstellanlagen in der Innenstadt: mehr als 50 zusätzliche, sichere und komfortable Fahrradbügel (2011)
  • Bau überdachter Fahrradabstellanlagen, z.B. Hauptschule Erkelenz (120 Stück), Rathaus (40 Stück)
  • Bau einer Bike & Ride Anlage (ca. 600 Abstellplätze)
  • Im Bereich der Kernstadt wurde die Wegweisersystematik für den Fußverkehr überarbeitet.
  • Fahrradtourismus: Ausarbeitung von Themenrouten
  • Fahrradtourismus: Beteiligung am kreisweiten Projekt „West-Bike-Route“
  • Veranstaltungen Fahrradfrühling und Niederrheinischer Radwandertag
  • Freigabe der Fußgängerzone über den kompletten Verlauf (Aachener Straße, Markt, Kölner Straße, Heinrich-Jansen-Weg) (seit 2010)
  • Freigabe des Fußgängertunnels am Bahnhof für den Radverkehr
  • Entwicklung des „Erkelenz radelt! Logos und Verwendung bei diversen Marketingaktivitäten
  • Die Stadt Erkelenz stellt sich als fahrradfreundlicher Betrieb auf: Für die städtischen Mitarbeiter stehen seit 2008 zwei konventionelle Dienstfahrräder und vier Pedelecs (2013 und 2016) zur Benutzung zur Verfügung. Mit dem Logo „Erkelenz radelt“ am Fahrradkorb sind die Mitarbeiter der Stadt Erkelenz als Botschafter für das Fahrradfahren unterwegs. Außerdem gibt es Duschen und Umkleidemöglichkeiten für Mitarbeiter.
  • Schutzstreifen auf der Goswinstraße in beiden Fahrtrichtungen (2015)
  • Schutzstreifen und Verkehrsberuhigung auf der Theodor-Körner-Straße (2016)
  • Radweg von Erkelenz-Bellinghoven in die Stadtmitte zur Sicherung des Schulweges (2016)
  • Verkehrsberuhigung und bauliche Umgestaltung der Südpromenade mit ausreichender Berücksichtigung des Fußgänger- und Radverkehrs. (2016)
  • städtisches Radroutennetz in Ergänzung zum landesweiten Radroutennetz (seit 2015)
  • Imagefilm „Erkelenz radelt“ (2014)
  • Zählstation für Fahrradfahrer an der Krefelder Straße (2015)

 

 in Planung:

  • Schutzstreifen auf der Roermonder Straße stadtauswärts
  • Umbau der Düsseldorfer Straße / Mennekrather Kirchweg (sogenannter freier Rechtsabbieger)
  • Umbau des Schulrings
  • Geh- und Radweg entlang der L 19 von der Erkelenzer Innenstadt nach Kückhoven
  • Modal split Untersuchung (2017)

 

Auf direktem Wege in die Stadt

Die Stadt Erkelenz trägt das Prädikat „Fahrradfreundliche Stadt“. Damit haben wir uns verpflichtet, das Radverkehrsnetz noch weiter auszubauen. Von den Ortsteilen in die Innenstadt sind es oftmals nur kurze Wege, die man als Radfahrer bequem entweder auf meist asphaltierten Wirtschaftswegen oder auf den Radwegen zurücklegen kann. Die Voraussetzungen für die Benutzung des Fahrrades im Alltag ist stadtstrukturell günstig: alle Ortsteile liegen nur 1 bis 8 Kilometer von der Innenstadt entfernt.

 

Die umfangreiche Radwege-Beschilderung zeigt den möglichst sicheren und komfortabelsten Weg für den Radfahrer auf. Viele Abstellmöglichkeiten in der Innenstadt sind überdacht. Zum Einkaufen in die Innenstadt mit dem Fahrrad zu fahren macht Spaß. Die Parkplatzsuche entfällt und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind oft direkt vor dem Geschäft.

 

Fahrradabstellanlagen

Da Fahrradständer prinzipiell an jedem Zielpunkt des Radverkehrs (Schulen, Verwaltung, größere Betriebe, Hauptgeschäftsbereich u. a.) erforderlich sind, hat die Stadt Erkelenz begonnen, die Innenstadt mit Fahrradparkplätzen auszustatten. Ziel ist eine dezentrale und flächendeckende Versorgung des Zentrums mit Abstellanlagen. Inzwischen gibt es hier - vor allem an verschiedenen öffentlichen Einrichtungen – zahlreiche überdachte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder.

 

Beim Umbau des Erkelenzer Bahnhofs entstand eine zusätzliche überdachte Anlage mit ca. 300 Fahrradparkplätzen.

 

Wegweisung

Installiert wurde das landesweite Radverkehrsnetz NRW. In der Stadt Erkelenz umfasst dieses ausgeschilderte Landesnetz eine Länge von rund 72 km. Dieses Radverkehrsnetz dient sowohl dem Alltagsradverkehr als auch dem touristischen Radverkehr. Das Radwanderwegenetz des Kreises Heinsberg mit der Zielbeschilderung und dem Knotenpunktsystem ist hierin implementiert worden. Alle Routen des Netzes in der Stadt Erkelenz sind in den Jahren 2002 bis 2005 gemeinsam mit dem Kreis Heinsberg für die Freizeitregion Heinsberg erarbeitet und umgesetzt worden. Die Stadt Erkelenz hat dieses Netz ausgebaut und verdichtet. Damit sind nun auch Ortsteile, die bisher nicht angeschlossen waren, wie Gerderath, Immerath (neu), Borschemich (neu), Bellinghoven und Kückhoven integriert werden. Städtische Themenrouten mit touristischem Interesse (z.B. Schloss- und Klosterroute, Braunkohletour etc.) sind mittels Einschubschildern ebenfalls beschildert worden. Durch die Beschilderung der kommunalen Routen wurde das Radverkehrsnetz der Stadt Erkelenz von 72 km auf 160 km erweitert.

 

Knotenpunktsystem

Bei uns radelt jeder! Weil es so komfortabel ist!

 

Nicht nur weil die Topographie es quasi jedem, ob Freizeitradler, Rennradler oder E-Bike Fahrer leicht macht, sich auf dem Fahrrad wohl zu fühlen. Auch die Wegequalität hat uns schon oftmals Lob eingebracht. Kommen Sie und testen Sie selbst.

 

In der Freizeit-Region Heinsberg radeln Sie nach Zahlen, sprich: nach dem in den benachbarten Niederlanden und Belgien so erfolgreichen und beliebten Knotenpunktsystem. So kann der Radler wählen, ob er sich nach Orten, Knotenpunkten (Zahlen) oder nach touristischen Routen orientieren will. Das macht es Radwanderern leicht, ihre Route individuell und einfach zu planen.

 

Auf vielfach asphaltierten und gut ausgebauten Wirtschaftswegen verlaufen viele schöne Routen. Dabei erleichtern km-Angaben bis zum nächsten Knotenpunkt bzw. Ort die zeitliche Orientierung. Erkennbar ist das System an den rot-weißen Pfeil-, Tabellen- und Zwischenwegweisern. An den Knotenpunkten stehen dem Radwanderer weitere Orientierungstafeln zur Verfügung.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Um einen nennenswerten Umsteigeeffekt vom Pkw auf das Fahrrad zu erreichen, beschränkt sich die Stadt Erkelenz nicht nur auf bauliche Maßnahmen, sondern steigt auch in die Öffentlichkeitsarbeit ein. Unter dem Motto "Erkelenz radelt" finden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern - Schulen, Polizei, Fahrradhandel - zahlreiche Aktionen statt.

 

Erkelenz radelt! Gesund - mobil - sauber

 

Höhepunkt im fahrradfreundlichen Veranstaltungskalender ist der Fahrradfrühling. Jährlich am ersten Sonntag im Mai lockt der Fahrradfrühling mit dem ersten verkaufsoffenen Sonntag im Jahr in die Erkelenzer Innenstadt. Viele Gäste nutzen das Fahrrad zum Shopping und mehr…

 

Mit dem jährlich wiederkehrenden Fahrradfrühling startet Erkelenz offiziell in die Fahrradsaison. Ein ereignisreicher Tag rund ums Fahrrad erwartet die Besucher. Es werden vier verschiedene geführte Radtouren angeboten, bei denen jeder mitradeln kann, es findet eine Fahrradversteigerug statt, eine Fahrradbörse wird organisiert, bei der man gebrauchte Fahrräder von privat kaufen und verkaufen kann. Mutige machen den Fahrrad-Loop.

 

Aber nicht nur Radl-Fans ist das Frühlingsfest zu empfehlen. Die Gäste erwartet ein buntes Ambiente, Live-Musik, Kulinarisches und so manche Showeinlage.

 

Die Geschäfte laden von 13:00 bis 18:00 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag ein.

 

Der Fahrradfrühling wird von einer umfassenden Presseberichterstattung begleitet.