Turmwindmühle in Immerath
pfeilbraunTurmwindmühle in Immerath

Windmühle in Immerath


Turmwindmühle in ImmerathDie prachtvolle wuchtige Immerather Mühle aus einer halben Million Ziegelsteinen, auf einem mächtigen, grün bewachsenen Erdwall errichtet, ist heute noch weithin sichtbar und inzwischen auch zum Symbol für den Widerstand gegen den Tagebau Garzweiler II geworden. Die Spannweite der Flügel beträgt 23 Meter. Sie ragen noch an die zehn Meter über die etwa in 15 Meter Höhe gipfelnde Kappe hinaus.

 

Bauherrin der Immerather Mühle war die Jülicher Landesverwaltung unter Herzog Johann Wilhelm (1614 bis 1653). Nach Archivaufzeichnungen erhielt der „Bürger Hilger Keller“ die Mühle in Erbpacht, wurde später sogar Eigentümer, wahrscheinlich weil sie wegen Ebbe in der Jülicher Landeskasse verkauft werden musste. 1780 bekam Jakob Lieven sie für 25 Jahre zum ortsüblichen „Molter“ zur Pacht. 1802 beschlagnahmten die Franzosen die Mühle und verkauften sie im November 1803 an Heinrich Lauterborn aus Jackerath. Von 1803 bis 1954 war sie dann Eigentum der Familie Schruff.

 

Im 2. Weltkrieg wurden Haube und Mahlwerk zerstört. 1944 durchschlugen Brandbomben die Dachhaube und setzten das trockene Holzwerk in Brand. Was dann noch zu gebrauchen war, wurde aus dem Turm herausgenommen.

 

1959 kaufte die damals noch selbstständige Gemeinde Immerath den fast verfallenen Mühlenturm und, nachdem der Ort 1972 im Zuge der kommunalen Neugliederung in die Stadt Erkelenz eingemeindet worden war, beauftragte diese 1977 den Mühlenbauer Johann Vosdellen aus Lobberich mit dem Einbau einer neuen Haube und 1979 mit der Errichtung neuer Flügel. Dazu gewährte der Landeskonservator Zuschüsse. Das Mühleninnere ist bis auf zwei alte Mühlensteine und Teile des Turmgebälks heute leer. zum Flyer