Friedhofshalle in Borschemich eingesegnet
pfeilbraunFriedhofshalle in Borschemich eingesegnet

Friedhofshalle in Borschemich eingesegnet

Mit einem kleinen Festakt wurde in Borschemich die Einsegnung der neuen Friedhofshalle gefeiert. Die Dorfgemeinschaft hatte dem Anlass einen würdigen Rahmen gegeben: zunächst begrüßte in der Borschemicher Kapelle der Vorsitzende Hans-Jürgen Goebels die Gäste, darunter Vertreter der Ortsvereine, der Stadt Erkelenz und der ausführenden Bauunternehmen, bevor man sich in einer Prozession zum Friedhof begab und sich dort um den kubusförmigen Winkelbau versammelte. Die Einsegnung nahm Diakon Kurt Esser vor.

 

Friedhofshalle in Borschemich eingesegnet

 

Im Zusammenhang mit der Umsiedlung des Ortes Borschemich wurde bei der Neuanlage des Friedhofes am neuen Standort auch eine kleine Fläche für die Errichtung einer Aussegnungshalle vorgesehen. Den Wunsch danach hatten die Dorfgemeinschaft Borschemich und die Katholische Pfarrgemeinde Christkönig eingebracht. Beerdigungen im klassischen Sinne können im neuen Kirchengebäude aus Platzgründen nicht angeboten werden. Darüber hinaus musste bedacht werden, dass auch konfessionslose Abschiedsfeiern möglich sein sollen oder auch Menschen anderer Glaubensrichtung auf den Friedhöfen bestattet werden wollen.

 

Bei den Plänen habe man sich an den Entwürfen der Aussegnungshalle in Immerath orientiert und dennoch dieser Halle eine eigene Struktur verliehen, erläuterte Ansgar Lurweg, Technischer Beigeordneter der Stadt. Die offene Form sei gewählt worden, da der zur Verfügung stehende Platz nicht sehr groß gewesen sei. Deshalb wurde mit einfachen Baukörpern ein Raum geschaffen, der ein größtmögliches Maß an Wetterschutz für den Aufbahrungsbereich und die Beerdigungsteilnehmer bietet. Ein Betonwinkel als Wand und Decke bilden die „Halle“, ein kleiner Mauerwerkskubus mit Umkleideraum und Lager vervollständigt das Gebäudeensemble. Die Aussegnungshalle gebe, besonders durch die von dem Glaskünstler Marcus Steffens gestalteten Glasfenster, den Trauerfeiern einen würdigen Rahmen. Der Künstler selbst erläuterte, bei den drei Fenstern habe er „den Anfang, das Leben selbst und das Ende des irdischen Daseins“ durch die griechischen Buchstaben Alpha und Omega thematisiert.

 

Hans-Jürgen Goebels betonte, er freue sich, dass Teile vom alten in den neuen Ort mitgenommen werden konnten. So sind die Portalplatte der ehemaligen Borschemicher Kirche aus dem Jahr 1451 und ein Grabstein von 1705 in den Baukörper integriert worden. Über Architektur ließe sich trefflich streiten, sagte Goebels im Hinblick auf die unterschiedlichen Meinungen zur Gestaltung der Aussegnungshalle. „Doch wenn man will, kann man in jedem Gebäude etwas Positives sehen.“

 

Friedhofshalle in Borschemich eingesegnet

 

Nachdem Diakon Kurt Esser die Einsegnung vorgenommen hatte, beteiligten sich viele Gäste an dem traditionellen Kreuzweggang zur Fastenzeit der St.-Martinus - Schützenbruderschaft Borschemich.