Elektrischer ErkaBus: was geht?
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Elektrischer ErkaBus: was geht?

Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vorgestellt

 

Kann ein elektrisch betriebener, emissionsfreier  Bus den herkömmlichen ErkaBus ersetzen? Welche Anforderungen bezüglich Reichweite, Lademanagement und organisatorischer Randbedingungen müssen dazu erfüllt werden? Und was kostet das?

 

Das waren die Fragen, die mit einer im Februar vergebenen und vom Bundesverkehrsministerium geförderten Studie geklärt werden sollten. Bei einem Pressetermin im Erkelenzer Rathaus stellte Udo Winkens, Geschäftsführer der WestVerkehr GmbH, die Ergebnisse der von der Firma ebusplan angefertigten Studie vor.

 

Einsatz umweltfreundlicher E-Busse möglich

 

Untersucht wurde der Einsatz verschiedener potentieller Fahrzeugtypen unter der Prämisse, dass es für die Fahrgäste keine Komforteinbußen und keine Einschränkung hinsichtlich des Fahrplans geben sollte. Als beste Variante hat sich ein dem heutigen ErkaBus ähnlicher Umbau eines Mercedes Benz Sprinters erwiesen, der bis zu 20 Fahrgäste befördern kann. Das Fahrzeug kann an herkömmlichen Lade- und Schnelladestationen am Betriebshof der WestVerkehr geladen werden.

Ein Handicap ist nach derzeitigem Stand der Technik die benötigte Ladezeit, die eine Nachladung innerhalb der im Fahrplan vorgesehenen Pausen nicht erlaubt. Das Problem könnte allerdings ohne Nachteile für die Fahrgäste gelöst werden, da bereits heute zu Stoßzeiten mit höherem Fahrgastaufkommen herkömmlich betriebene größere Busse den kleineren ErkaBus ersetzen.

Hervorragend ist die Umweltbilanz eines elektrischen ErkaBusses im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen. „Sowohl die gesundheitsschädlichen Stickoxide wie auch der klimaschädliche CO2-Austoß werden – sofern die Fahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Quellen getankt werden - im Fahrbetrieb zu 100 Prozent vermieden“, so Klimaschutzmanager Oliver Franz. „Der elektrische ErkaBus ist daher ein wichtiger Baustein zur Umsetzung unserer Klimaschutzanstrengungen im Bereich der Mobilität.“

 

Einsatz für Ende 2018 geplant

 

„Leider sind die Fahrzeuge zur Zeit aufgrund der Umrüstung und der Batterien noch etwa doppelt so teuer wie herkömmliche Fahrzeuge“ erläutert Udo Winkens. „Wir werden uns daher um Fördermöglichkeiten bemühen und glauben, dass der elektrische ErkaBus Ende 2018 zum Einsatz kommen kann.“

 

Bürgermeister Peter Jansen begrüßt die Entwicklung: „Der ErkaBus ist bereits heute ein Erfolgsmodell in Erkelenz. Ich bin sehr erfreut, dass mit der durchgeführten Studie und dem Engagement der WestVerkehr die Aussicht besteht, noch einen Schritt weiter zu gehen. Wenn hoffentlich in einem Jahr der erste umweltfreundliche Elektrobus im Kreis Heinsberg durch Erkelenz fährt, gehen wir wieder einmal voran und geben ein positives Beispiel in Sachen Klimaschutz ab.“

 

E_Bus 400