Klimaschutzmanager zieht Bilanz
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Klimaschutzmanager zieht Bilanz

Zwischenbericht zur Umsetzung des Klimaschutzkonzepts

 

Im Oktober 2016 hat die Stadt Erkelenz für zunächst drei Jahre einen Klimaschutzmanager eingestellt, der die Umsetzung des Erkelenzer Klimaschutzkonzepts koordinieren und vorantreiben soll. Nach gut einem Jahr zog Oliver Franz im Umweltausschuss eine erste Zwischenbilanz.

 

 

Global denken, lokal handeln

Um den Klimawandel zu begrenzen und die Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen zu erhalten, müssen die CO2-Emissionen laut einhelliger Expertenmeinung bis 2050 global um etwa 90 Prozent im Vergleich zu 1990 zurückgefahren werden. Das bedeutet eine Begrenzung  des CO2-Ausstoßes auf etwa zwei Tonnen pro Jahr für jeden „Erdenbürger“.

In Erkelenz werden pro Kopf und Jahr aktuell noch etwa neun Tonnen in die Atmosphäre entlassen. Die Emissionen in Erkelenz entstehen dabei zu jeweils 36 Prozent in den Bereichen Verkehr und Wirtschaft, 25 Prozent tragen die privaten Haushalte und etwa 2 Prozent die Kommune mit ihren Aktivitäten bei.

 

Im 2016 erstellten Klimaschutzkonzept der Stadt wurden mit Bürgerbeteiligung 50 Maßnahmen entwickelt, wie Erkelenz seinen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten kann. Die Maßnahmen beziehen sich auf die Handlungsfelder Bauen und Wohnen, Mobilität und Verkehr, Gewerbe und Industrie sowie Verwaltung.

 

„Um Fortschritte – egal in welchem Handlungsfeld – zu erreichen, ist es wichtig zu vermitteln, dass jeder seinen Beitrag leisten kann“, so Klimaschutzmanager Oliver Franz. „Daher sind Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung die Klammer für alle anderen organisatorischen und technischen Einzelmaßnahmen.“

 

 

Bewusstsein für mehr Klimaschutz in Erkelenz schaffen

Um den Klimaschutz in Erkelenz sichtbarer zu machen, wurde in Zusammenarbeit mit Schulen ein Klimaschutz-Logo entwickelt, das zukünftig alle Erkelenzer Klimaschutzaktivitäten begleitet.

 

Von den Bürgern sehr gut angenommen wurden das erste Erkelenzer Stadtradeln und die zusammen mit dem Klimatisch Erkelenz e.V. durchgeführte Nacht der Querdenker, bei der die Gründung des Repaircafés in Erkelenz initiiert wurde. Der Stadtradelnwettbewerb wie auch die Nacht der Querdenker werden 2018 fortgesetzt. Das gilt auch für die erstmals mit Schülern des Cusanus-Gymnasiums durchgeführte Klimareise, bei der Schüler und im Klimaschutz aktive Unternehmen und Initiativen zusammenfinden.

 –> siehe auch https://www.youtube.com/watch?v=hGC7zpfdllk.

 

Für 2018 sucht die Stadt aktuell eine „Erkelenzer Familie“ für den Dreh von Videoclips. Die sogenannte „Klimaschutzfamilie aus Erkelenz“ soll beispielhaft zeigen, wie Klimaschutz und Energiesparen im Alltag umgesetzt werden können. Weitere Informationen gibt es hier 

 

Schwerpunkthema Umweltbildung

Kinder und Jugendliche für das Thema Klimaschutz zu begeistern und zu schulen, ist ein Schwerpunkt des Klimaschutzkonzepts. Dafür wurde zunächst für die Dauer von drei Jahren ein Umweltbildungsprogramm mit der Deutschen Umweltaktion e.V. ins Leben gerufen. 2017 wurden 30 Vorschulgruppen in den Kitas und im aktuellen Schuljahr zusätzlich über 50 Klassen geschult. „Die Kinder sind durchweg von den Angeboten begeistert und tolle Klimabotschafter, die das Thema auch in die Familien tragen“, ist sich Oliver Franz sicher. Ermöglicht wird das Umweltbildungsprojekt durch die finanzielle Unterstützung regionaler Sponsoren.

 

 

Leuchtturmprojekte

„Die Inbetriebnahme der ersten Erkelenzer Photovoltaik-Freiflächenanlage war 2017 ein Leuchtturmprojekt bei der Umsetzung des Erkelenzer Klimaschutzkonzepts. Die Installation von 750 KWp ermöglicht die Versorgung von rund 200 Haushalten mit sauberem Strom und ist damit ein messbarer Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien und der Reduzierung von CO2-Emissionen“, stellt Franz in seinem Sachstandsbericht fest.

 

Weitere „Großprojekte“, die im ersten Jahr vom Klimaschutzmanager angegangen wurden, sind die Beantragung von Fördermitteln für die Anschaffung von zehn Elektrofahrzeugen für den städtischen Fuhrpark sowie das gerade gestartete energetische Quartierskonzept in Venrath und Kaulhausen. Hier wird für beide Ortslagen intensiv untersucht, wie eine zukünftige und nachhaltige Energieversorgung gestaltet werden kann. Zudem können alle Bürger von Venrath und Kaulhausen eine qualifizierte und kostenlose Energie- und Fördermittelberatung bei sich zu Hause in Anspruch nehmen, um ihre Immobilie energetisch fit für die Zukunft zu machen.

 

 

Klimaschutz in Erkelenz ein stückweit vorangebracht

Oliver Franz zieht nach einem Jahr ein positives Fazit: „Bei der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts konnte im ersten Jahr bereits einiges erreicht werden. Es bleibt aber auch noch viel zu tun. Ich hoffe dabei weiterhin auf gute Unterstützung der Erkelenzer Bürger und Bürgerinnen.“

 

Der komplette Sachstandbericht zum Download