Schwimmprojekt für Erstklässler
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Schwimmprojekt für Erstklässler

Mathe schützt nicht vor Ertrinken

 

Die vierte  Auflage des Schwimmprojektes „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“ gilt wieder als voller Erfolg. In diesem Jahr sind rund 450 Schülerinnen und Schüler der Erkelenzer  Grundschulen in der Zeit vom 19. bis 22. März und vom 9. bis 12. April in das Projekt eingebunden.

 

Viele Grundschüler können nicht schwimmen

 

Anlass für die Durchführung bzw. Fortsetzung des Projektes sind die bundesweiten Meldungen über die mangelhafte Schwimmfähigkeit von Kindern und Jugendlichen.

Etwa jeder zweite Viertklässler kann gar nicht oder nur sehr unsicher schwimmen.

2014 führte der Kreissportbund Heinsberg eine Befragung durch, die diese Entwicklung leider bestätigte. Demnach konnte ein Drittel der Schüler der 4. Klasse nicht schwimmen. In der 5. Klasse betrug der Nichtschwimmeranteil etwa 10 Prozent. Mit dem Schwimmprojekt „Mathe schützt nicht vor Ertrinken“ will die Stadt Erkelenz dazu beitragen, dass die erschreckend hohen Zahlen deutlich gesenkt werden können.

 

Im Jahr 2015 beteiligte sich die Stadt Erkelenz erstmalig als Modellkommune an dem Projekt, das in Kooperation mit dem Regionalen Bildungsbüro Kreis Heinsberg und  dem Kreissportbund durchgeführt wird. In diesem Jahr wird erstmalig auch die Schwimmhalle Gerderath zur Umsetzung des Schwimmprojektes mitgenutzt.

 

Jedes Erkelenzer Grundschulkind konnte am Projekt teilnehmen

In den vergangenen vier Jahren haben über 1.600 Kinder an dem Schwimmprojekt teilgenommen. Nach Abschluss des diesjährigen Projektes hatten alle derzeitigen Schülerinnen und Schüler der Erkelenzer Grundschulen im Laufe ihrer Grundschulzeit die Gelegenheit, im Rahmen des Projektes das Schwimmen zu erlernen. Somit muss kein Kind die Grundschule in Erkelenz verlassen, ohne die Chance gehabt zu haben, während des  zweiwöchigen Projektes am intensiven Schwimmunterricht teilzunehmen.

 

Auch in diesem Jahr können wieder die unterschiedlichsten Leistungsniveaus bei den Erstklässlern festgestellt werden. Angefangen bei Kindern, die Angst vor dem Wasser haben, über Kinder, die bereits etwas schwimmen können,  bis hin zu Kindern, die schon ein Schwimmabzeichen haben, reicht das Leistungsspektrum der Kinder.  

 

Aufgaben je nach Leistungsstand

Durch die Einteilung der Kinder in leistungsmäßig unterschiedliche Übungsgruppen wird jedes Kind da abgeholt, wo es sich zu Beginn  des Projektes befindet.

Behutsames Heranführen an das nasse Element oder motivierende Worte führen  dazu, dass die Kinder die Angst vor dem Wasser verlieren  und bereits im Laufe der ersten Projektwoche die ersten Abzeichen erschwommen werden konnten.

 

Zur Festigung des in der ersten Projektwoche Erlernten, erhielt jedes Kind zwei Freikarten für das ERKA-Bad bzw. die Schwimmhalle Gerderath, die während der Osterferien eingelöst werden konnten.

 

Nichtschwimmerquote senken, Sicherheit erhöhen

Festzuhalten bleibt, dass die Nichtschwimmerquote durch das Projekt auch in diesem Jahr  bei den Grundschülerinnen und Grundschülern der Stadt Erkelenz weiter gesenkt werden kann und somit ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit der Kinder geleistet  wird.

 

Nach Abschluss des Projektes werden die Übungsleiter oder Helfer jede Grundschulklasse einzeln  besuchen, jedem Kind eine Teilnehmerurkunde überreichen und erworbene Schwimmabzeichen und Schwimmausweise aushändigen.

 

Bei der Durchführung des Projektes ist die Stadt Erkelenz auch in diesem Jahr wieder auf die Hilfe ehrenamtlicher Helfer angewiesen, ohne die das Projekt nicht stattfinden könnte.

 

Dank an ehrenamtliche Helfer und Helferinnen

So gilt ein besonderer Dank den Übungsleitern und Helfern  der DLRG, Ortsgruppe Erkelenz und Ortsgruppe Gerderath und des Turnvereins Erkelenz 1860 e.V., die zum Teil ihren Urlaub oder ihre Überstunden  eingesetzt haben, um das Projekt unterstützen zu können. Aber auch ohne die Unterstützung der Eltern und Großeltern, die beim Umziehen der Kinder helfen und die gute Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern der Grundschulen ist die erfolgreiche Durchführung des Projektes nicht möglich.

 

Erwähnenswert ist allerdings auch das Verständnis der Erkelenzer Bürgerinnen und Bürger und der weiterführenden Schulen, die während der Projektwochen auf ihren Schwimmbadbesuch an den Vormittagen verzichten müssen.

 

Die Rahmenorganisation des Projektes wird mit Unterstützung des Kreissportbundes und des Regionalen Bildungsbüros des Kreises Heinsberg durchgeführt.

So gilt es u.a. den Bustransfer für die Kinder aus den Ortschaften zu organisieren, die Verpflegung der Helfer sicherzustellen, die Dienstpläne der Mitarbeiter des ERKA-Bades und der Schwimmhalle Gerderath an das Projekt anzupassen, Übersichtslisten zu fertigen, Urkunden zu drucken oder Schwimmausweise auszustellen.

 

 

Schwimmprojekt für Erstklässler

Von links: Anette Sielschott (Regionales Bildungsbüro Kreis Heinsberg), Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen, Berit Baumeister (Kreissportbund), Joachim Mützke (Amtsleiter Bildung und Sport), Michaele Linkens (Amt für Bildung und Sport) und Hasan Güler (Schwimmbad-Leiter)