Unternehmertreff gut besucht
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Unternehmertreff gut besucht

Fast 100 Unternehmer besuchten die jährlich stattfindende Veranstaltung im Alten Rathaus. Bürgermeister: Erkelenz steht bestens da. Dank an Unternehmer. Klimscnutzmanager referierte über Energieeffizienz.

 

Klimaschutz ist nicht nur weltweit ein wichtiges Thema, sondern wird auch in Erkelenz sehr ernst genommen. Vor dem Hintergrund der vielfältigen Aktivitäten der Stadt Erkelenz – Stichwort „European Energy Award“ - war es nur folgerichtig, das Thema Energieeffizienz auch beim Unternehmertreff zu präsentieren. Rund 100 Unternehmer oder Vertreter aus Unternehmen waren zu früher Stunde der Einladung in das Alte Rathaus gefolgt.

 

Bürgermeister Peter Jansen nutzte in seiner Begrüßung die Gelegenheit zur Darstellung der generellen Entwicklung der Stadt. Verdeutlicht wurde im Vortrag, dass eine Stadt nur erfolgreich sein kann, wenn sie im Rahmen eines Gesamtkonzeptes für alle kommunalen Aufgabenfelder agiert. Wohngebietsausweisung, Angebot einer guten Infrastruktur von Kindertagesstätten über Schulen bis zu Vereins- und Veranstaltungsräumen und auch das Kümmern um die Bevölkerungsstruktur bis hin zum „Branchenmix“ im Gewerbebereich gehören dazu. „Das strukturierte Agieren und nachhaltige Konzepte sorgen heute dafür, dass die Stadt Erkelenz hervorragend positioniert ist sowie für Unternehmen und Bürger gleichermaßen bei Gebühren und Steuern günstig sowie verlässlich ist“, so Jansen. Die erfolgreiche Kombination von „Leben und Arbeiten in Erkelenz“ führe dazu, dass Erkelenz mit einem soliden Haushalt aufgestellt sei, sich somit anders als die meisten anderen Städte noch entwickeln könne. „Attraktive Wohngebiete sowie die Ansiedlung von Unternehmen mit ebenso attraktiven Arbeitsplätzen führen dazu, dass Erkelenz durch den Zuzug junger Familien entgegen dem Trend wächst“, sagte Jansen. Konsequenter Schuldenabbau und stabile Steuer-sätze bei stabilen Steuereinnahmen sichere der Stadt nach wie vor Finanzfreiräume für Entwicklungen. „Ein konsequenter und nachhaltiger Ausbau sowohl der weichen als auch der harten Standortfaktoren ist somit anders als in vielen anderen Städten noch möglich.“.

 

Viele Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekte in den Gewerbegebieten – nicht zuletzt die erste herausragende Ansiedlung im neuen GIPCO IV mit der Kamps GmbH zeugten auch von der Attraktivität als Gewerbestandort. Dass Erkelenz sehr langfristig agiere, zeige die Zusammenarbeit mit den Städten Mönchengladbach, Jüchen und Titz zur Tagebaufolgelandschaft. Hier gelte es, jetzt die Weichen für die Zeit nach dem Tagebau zu stellen, um auch hier durch eine langfristig angelegte Vision Maßnahmen zum Wohnen, Leben und Arbeiten für die Zukunft in der Region und für Erkelenz zu entwickeln. Der Bürgermeister dankte den Unternehmen in Erkelenz, die „durch ihr erfolgreiches Wirtschaften und die angebotenen Arbeitsplätze maßbeglich zum Erfolg der Stadt beitragen.“

 

„Energieeffizienz lohnt sich!“ Unter diesem Titel stellte Oliver Franz, Klimaschutzmanager der Stadt Erkelenz, den Unternehmern das Erkelenzer Klimaschutzkonzept vor. Die Erkelenzer Wirtschaft ist mit einem Drittel am Energieverbrauch und den CO2-Emissionen in Gesamt-Erkelenz beteiligt. „Entsprechend bieten sich hier viele Möglichkeiten für Unternehmer, tätig zu werden, die teilweise mit wenig Aufwand oder Kosten verbunden sind.“ Beim ohnehin vorgesehenen Austausch von zum Beispiel Lüftungselementen, elektrischen Antrieben, Pumpensystemen und ähnlichem seien die energiesparenden Varianten meist nur geringfügig teurer – „bringen jedoch einen direkten Effekt in Sachen Kosten- und Emissionseinsparung.“

 

Oliver Franz verwies auf die Erfahrungen von 360 mittleren und großen Unternehmen, die durch das Fraunhofer Institut und die Initiative Energieeffizienznetzwerke untersucht wurden. Als Ergebnis lasse sich entnehmen, dass es erhebliche Energieeinsparpotentiale bei Unternehmen gebe. Häufig würden diese jedoch aus Zeitmangel, wegen Informationsdefiziten oder auch aus Scheu vor Investitionen nicht genutzt. Erschwerend komme hinzu, dass die breite Palette an Fördermöglichkeiten meist nicht bekannt sei. Franz appellierte an die Unternehmer „sich jetzt gemeinsam auf den Weg zu machen.“ Er als Klimaschutzmanager unterstütze die Unternehmen gerne mit Informationsveranstaltungen zu ausgewählten Themen, gemeinsamen Aktionen, beim Aufbau von Effizienznetzwerken und natürlich durch die Vermittlung von Beratung und Förderung.

 

Danach stellte Marwin Altmann von den Lokalpionieren Erkelenz GbR „Dein Erkelenz“ – eine Initiative aus Erkelenz für Erkelenz vor. „Dein Erkelenz“ hat es sich zur Aufgabe gemacht das „Heimat Shoppen“ und „Wir-Gefühl“ in Erkelenz wieder zum Trend zu erklären und den Bewohnern der Stadt einen unvergleichbaren Mehrwert zu bieten. Auf der gemeinsamen Plattform präsentieren sich lokale Unternehmen, Einzelhändler und Gastronomiebetriebe, um die digitale Welt mit dem realen Einkaufserlebnis in unseren Geschäften und Unternehmensangebot zu verbinden. Die parallele Kommunikation über soziale Netzwerke, einer eigenen App, „Dein Erkelenz TV“ sowie flächendeckender Werbekampagnen, schafft einen regelmäßigen Austausch mit potenziellen Endkunden und Mitarbeitern. Als erweiterter Vertriebskanal eröffnet „dein-erkelenz.de“ so für viele Händler und Unternehmen die Chance, Zusatzumsätze zu erzielen und eine größere Zielgruppe zu erreichen.

 

Zum Schluss konnten die Besucher sich bei einem Imbiss und Kaffee über das Gehörte austauschen, Kontakte knüpfen und Netzwerke pflegen.

 


 Unternehmertreff

v.l.n.r. Sandra Schürger, Referentin für Wirtschaftsförderung,
Klimaschutzmanager Oliver Franz
Bürgermeister Peter Jansen